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Tauchtauglichkeitsuntersuchung

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Tauchtauglichkeitsuntersuchung

Die Tauchtauglichkeitsuntersuchung wird von einem ausgebildeten Arzt durchgeführt. Sie finden nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM) statt. Die Untersuchung dient dazu festzustellen, ob eine Person in der Lage ist tauchen zu gehen. Neben rein körperlichen Tests wie ein Belastung EKG oder eine Untersuchung der Ohren, des Gehörganges und des Trommelfelles, wird geprüft ob die Person auch mental in der Lage zum Tauchen ist. Dazu gehören mentale Reife und Eigenverantwortlichkeit, Neigung zu Suchtmitteln oder zur Panik.

1. Was wird untersucht?

In der Regel läuft die Untersuchung so ab. Zuerst wird mit dem untersuchenden Arzt eine Unterhaltung geführt. In dieser geht es unter anderem um deine Fitness, welche sportlichen Aktivitäten führst du aus, machst du regelmäßig Sport, seit wann gehst du schwimmen oder Tauchen und weitere Fragen. Außerdem wirst du nach deiner Krankheitsvorgeschichte befragt. Welche schwerwiegenden Verletzungen oder OPs hattest du schon, gab es schon mal Beschwerden mit der Nase den Ohren oder des Atemapparates? Nimmst du Drogen, Alkohol oder Rauchst du? Und zusätzlich sonstige allgemeine Fragen zu deiner Gesundheit. Du solltest alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten weil es ja um deine Sicherheit und die deines Tauchpartners geht.

Nach dieser Unterhaltung folgt die eigentliche Untersuchung. Neben einem Hör- und Sehtest wird dein Brustkorb untersucht. Anschließend folgt eine Leistungs- und Lungenfunktionsprüfung. Die Art der Leistungsuntersuchung hängt vom behandelnden Arzt ab und kann variieren. Andre musste hier ein Belastungs-EKG mit dem Fahrrad machen, bei Katharina reichten 30 Kniebeugen in 45 Sekunden. Des Weiteren wird die Funktion der Lunge überprüft. Wie lange kannst du deinen Atem anhalten, voll eingeatmet (sollte über 40 Sekunden sein), oder nachdem du vollständig ausgeatmet hast (sollten mehr als 20 Sekunden sein).
Weitere Informationen im Untersuchungsbogen der GTÜM

2. Wiederholung

Die Untersuchung sollte bei Kindern und Jugendlichen unter 18 und bei Personen über 40 jährlich durchgeführt werden. Bei allen anderen alle drei Jahre. Für Taucher die wesentlich öfters unter Wasser sind empfiehlt es sich die Untersuchung öfters durchzuführen. Dazu zählen Wettkampftaucher, Tauchlehrer oder auch Berufstaucher. Allerdings kannst du auch als Sporttaucher die Untersuchung öfters machen wenn du dir unsicher bist. Es geht hier um deine Gesundheit. Andre ist bei der Feuerwehr Atemschutzgeräteträger und muss diese Untersuchung alle zwei Jahre wiederholen, da macht er seine Tauchtauglichkeit gleich mit dazu.

3. Kosten

Da die kosten von Arzt zu Arzt unterschiedlich sein können, können wir keine genaue Angabe über die Kosten der Untersuchung machen. Allerding stellt die GTUEM eine Empfehlung zur Abrechnung bereit. Die wir hier eingefügt haben. Die Abrechnung sollte nach Vorgaben der GÖA (Gebührenordnung für Ärzte) erfolgen.

Die meisten Ärzte halten sich daran, so ergeben sich kosten von:

für Patienten unter 40 Jahren 70,82 € + USt (19%)

für Patienten über 40 Jahren 91,91 €  + USt (19%)

4. Ist sie Pflicht?

Bevor du deinen Tauchschein machst, musst du dich auf jeden Fall deine Tauchtauglichkeit untersuchen lassen, sonst wirst du nicht zugelassen. Nach der Prüfung ist es so eine Sache. Eine Gesetzesgrundlage dafür gibt es nicht. Die meisten Tauchbasen auf der Welt verlangen es, offiziell. Inoffiziell reicht oftmals eine Unterschrift von dir selbst, in der du bescheinigst Gesund und fit für den Tauchsport zu sein. Sollte dann allerdings etwas passieren, bist du selber Haftbar. Deine Tauchversicherung wird dann nicht für Schäden aufkommen, bzw. sie zurückfordern. Allerdings empfehlen wir ALLEN regelmäßig eure Untersuchung zu machen. Es geht darum nicht nur um deine Sicherheit sondern auch um die deines Buddys und allen anderen Mittauchern.

5. Tauchärzte

Theoretisch könntest du deine Untersuchung von deinem Hausarzt machen lassen. Dieser hat in den meisten Fällen aber nicht die fachliche Kompetenz um sie dir in dem Maße abzunehmen wie es nötig wäre. Ich kenne Geschichten von einem Hausarzt der eine Tauchtauglichkeitsuntersuchung für bis zwei Meter Tauchtiefe ausgestellt hat. Sinnvoller ist es zu einem Arzt mit dementsprechender Fachausbildung zu gehen. Eine Liste mit Tauchärzten findest du hier.


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