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Tauchen und Fliegen

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Tauchen und Fliegen

Obwohl es viele schöne Tauchgebiete gibt, die mit dem Auto zu erreichen sind, zieht es die meisten Taucher jedoch in tropische Gewässer. Bunte Korallengärten und eine große Artenvielfalt sprechen für diese Tauchziele. Viele Taucher schrecken nicht vor einer langen Reise mit dem Flugzeug zurück wenn es in den wohlverdienten Tauchurlaub geht. Auch unsere Tauchziele, wie die Philippinen oder Ägypten, sind nur mit dem Flugzeug sinnvoll zu erreichen. Das Fliegen ist für viele von uns sehr angenehm und selbstverständlich.

Dennoch sollten wir Taucher immer darauf achten, wann wir ins Flugzeug steigen. Wie lange ist der letzte Tauchgang her, wann ist nach dem Flug der erste Tauchgang geplant? All das sollte von uns bedacht werden, denn das Fliegen kann für Taucher, besonders nach dem Tauchen, gefährlich werden. In diesem Text erfährst du, auf was du als Taucher achten musst, bevor du in ein Flugzeug steigst und welche Gefahren dort auf uns lauern können.

1. Fliegen nach dem Tauchen

Während deiner Tauchausbildung hast du sicherlich schon etwas von der Taucherkrankheit erfahren. Dort hast du gelernt, dass sich während eines Tauchgangs Stickstoffbläschen in deinem Körper anreichern. Je tiefer und länger ein Tauchgang geht, desto mehr Stickstoff ist in deinem Körper gelöst. Bei jedem weiteren Tauchgang sättigt sich dein Körper mit noch mehr Stickstoff auf. Besonders bei Safaris, bei denen viel und oft getaucht wird, wird der Körper kontinuierlich mit dem Gas angereichert.

Ein Großteil dieses Gases wird beim langsamen Auftauchen wieder abgeatmet. Sofern du dich an deinen Tauchcomputer und deinen Dekompressions- bzw. Sicherheitsstop hältst. Dennoch befindet sich innerhalb deines Körpers noch eine Restmenge an Stickstoff, welches sich aber an der Oberfläche von selbst abbaut. Steigst du nun direkt nach einem Tauchgang in einem Flieger, kann es passieren, dass du an der Taucherkrankheit erkrankst.

Warum ist das so?

Ganz einfach. In einem Flugzeug wird der Kabinendruck auf etwa 0,75 Bar abgesenkt. Dieser schnelle Druckverlust ist im Grunde nicht schlimm. Hast du allerdings noch Stickstoff im Blut, kann dieses durch den schnellen Druckabfall nicht abgeatmet werden und wird wieder gasförmig. Das Prinzip ist das gleiche wie bei einem zu schnellen Aufstieg unter Wasser.

Wie kann ich es vermeiden?

Grundsätzlich gilt, je länger der Zeitraum zwischen deinem letztem Tauchgang und dem Flug ist, desto besser. Als Faustregel gilt: mindestens 24, besser 48 Stunden.

Benutze während deinem Tauchurlaub immer denselben Tauchcomputer. Am besten deinen eigenen. Dieser kann anhand deines Tauchprofils deine No-Fly-Time berechnen. Nutzt du einen Leihcomputer, nachdem dein Körper schon mit Stickstoff vorgesättigt ist, kann dieser deine No-Fly-Time nicht korrekt berechnen. Die No-Fly-Time sollte immer abgewartet werden.

Spürst du schon vor dem Flug Symptome einer Taucherkrankheit wie Juckreiz (Taucherflöhe), Gelenkschmerzen und Schmerzen in den Muskeln, solltest du auf keinen Fall einen Flug antreten und schnellstmöglich einen Arzt aufsuchen. Wir empfehlen erst alle Symptome abklingen zu lassen, sowie mindestens 24, besser 48, Stunden zusätzlich zu warten, bevor du in ein Flugzeug steigst.

2. Fliegen vor dem Tauchen

Jeder, der schon einmal eine längere Strecke in einem Flugzeug zurückgelegt hat weiß, dass so eine Anreise zum Urlaubsort eine anstrengende und nervenaufreibende Sache ist. Der Körper wird während einem Flug mehreren Belastungen ausgesetzt.

Die Luft in einer Flugzeugkabine ist sehr trocken, dazu kommt wenig Trinken während der Reise. Das hat eine Dehydration des Körpers zur Folge. Es kommt zu Reizungen der Schleimhäute. Durch einen dehydrierten Körper kann es eher zu Risiken wie Tiefenrausch oder zur Taucherkrankheit kommen. Deshalb immer genug trinken.

Nach dem Flug ist der Körper meist schlapp und übermüdet, dazu kommen noch die Zeitumstellung und der Jetlag. In dieser Situation mit voller Ausrüstung ins Wasser zu springen kann gefährlich werden. Auch wenn die Verlockung noch so groß ist. Besser ist es, dem Körper erst einmal Ruhe zu gönnen, sich zu akklimatisieren und ein bzw. zwei Nächte darüber zu schlafen. Nachdem du wieder fit und ausgeruht bist steht einem tollen Tauchurlaub nichts mehr im Wege.

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