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Tauchen Ägypten – Was Anfänger wissen müssen

| Tauchen

Tauchen in Ägypten

Ägypten grenzt im Norden an das Mittelmeer und im Osten an das Rote Meer. Das Mittelmeer ist aber für tauchende Besucher Ägyptens eher uninteressant. Mit einer über 900 km langen Küste am Roten Meer hat das Land der Pharaonen dennoch beste Tauchmöglichkeiten zu bieten. Gerade für uns Europäer ist das Land am Roten Meer ein sehr beliebtes Tauchland. Von Nürnberg bist du in nur 4,5 Stunden dort.

Delphine

Das Rote Meer zählt nicht zu Unrecht zu den schönsten Tauchgebieten der Welt. Mit seiner farbenfrohen Unterwasserwelt hat es für uns Taucher viel zu bieten. Neben bunten Korallengärten gibt es schöne Höhlen und Grotten. Auch Wrackliebhaber kommen auf ihre Kosten. Mit der HMS Thistlegorm liegt eines der bekanntesten Wracks der Welt vor den Gewässer Ägyptens. Auch Fans von Großfischen werden nicht enttäuscht. Du kannst graue Riffhaie, Hammerhaie, Weißspitzen-Hochseehaie und sogar Walhaie beobachten.

1. Die 7 schönsten Orte zum Tauchen in Ägypten

1.1 Hurgada

Die Hauptstadt des ägyptischen Tourismus ist ganz klar die Stadt Hurghada im Norden des Landes direkt am Roten Meer. Seit den 80er Jahren entstehen hier Hotel- und Tourismusanlagen. Auch gibt es in der Nähe der Stadt einen internationalen Flughafen.

Anemonenfisch

Durch die große Anzahl an tauchenden und schnorchelnden Touristen sind die Riffe zum Großteil irreparabel beschädigt oder sogar zerstört. Da wir diesen Massentourismus nicht unterstützen und uns das Wohl des Meeres sehr am Herzen liegt, empfehlen wir NICHT zum Tauchen nach Hurghada zu fliegen. In Ägypten gibt es schönere und viel weniger besuchte Riffe die lohnender sind.

1.2 Makadi Bay

Der Ort Makadi Bay ist eher eine Ansiedlung mehrerer großer Hotelanlagen. Die Resorts erstrecken sich etwa 4 Kilometer entlang der Küste des Roten Meeres. Von vielen der Resorts sind Tages- oder Halbtagestauchausflüge möglich. An einigen Anlagen gibt es sogar Hausriffe, die einfach zu betauchen sind.

Blaupunktrochen

Wie auch in Hurghada sollten umweltbewusste Taucher das Tauchen in Makadi Bay aber vermeiden. Auch hier sind die Riffe erheblich geschädigt.

1.3 Marsa Alam

Die Stadt Marsa Alam liegt rund 270 Kilometer südlich von Hurghada. Seit die Stadt 2001 ihren eigenen internationalen Flughafen besitzt, steigen hier auch die Zahlen der Touristen. Da hier nicht so viele Tauch- und Schnorchelgäste vor Ort sind, sind die Riffe größtenteils noch intakt. Wir hoffen, dass es sich hier nicht zum Schlechten wandelt wie in Hurghada.

Eines der bekanntesten Riffe in Ägypten kann von hier mit einer Tagestour angefahren werden. Das Elphinstone. Dieses Riff ist bekannt für seine großartigen Strömungstauchgänge und eine hohe Wahrscheinlichkeit auf Großfische. Mit Glück kannst du hier Riffhaie, Weispitzen-Hochseehaie (Longimanus) und sogar Hammerhaie sehen.

Weissspitzen Hochseehai

Weithin bekannt sind auch die Seegraswiesen von Abu Dabbab. Hier kannst du mit Glück Seekühe und Schildkröten bei fressen beobachten.

1.4 Dahab

Die Stadt Dahab liegt auf der Sinai-Halbinsel am Golf von Akaba. Der Hauptgrund, warum Taucher nach Dahab fahren, ist das berühmte Blue Hole. Das Blue Hole in Dahab ist ein 110 Meter tiefes, senkrechtes Loch und hat einen Durchmesser von ca. 60 Meter. Das Loch wird durch eine Wand zum offenen Meer abgetrennt. Die Oberkante der Wand befindet sich 6 Meter unter Wasser.

Fadenstern

Vom Grund des Loches bis zur Tiefe von etwa 52 Meter gibt es einen Durchgangstunnel zum Meer. Dieser Tunnel nennt sich The Arch. Das Durchtauchen des Tunnels gilt als sehr gefährlich und sollte nur von sehr erfahrenen Tec-Tauchern mit entsprechender Ausrüstung durchgeführt werden. Das Risiko sollte sehr ernst genommen werden. Bis heute sind schon über 130 Menschen am Blue Hole tödlich verunglückt. An einer Felswand sind Gedenktafeln für die verunfallten Taucher angebracht.

1.5 Sharm el Sheikh

Sharm el Sheikh liegt genauso wie Dahab auf der Sinai-Halbinsel am Golf von Akaba. Sie ist ein viel besuchtes Touristenzentrum. Bekannt ist die Stadt für schöne Riffe, die auch gut von Land aus zu betauchen sind. Aufgrund der vielen Touristen und deren Auswirkungen auf das marine Ökosystem wurde im Süden der Sinai-Halbinsel der Ras-Mohammed-Nationalpark eingerichtet. Zum Tauchen im Nationalpark wird eine Genehmigung der Behörden und der Küstenwache benötigt.

Wrack

Neben dem Nationalpark ist die Stadt Sharm el Sheikh auch für das wahrscheinlich populärste Wrack im Roten Meer bekannt. Die SS Thistlegorm. Das Schiff war ein britischer Frachter, der in der Nacht des 6. Oktober 1941 von deutschen Bombern versenkt wurde. Durch seine Fracht, die aus Panzern, Lastwagen, Motorräder und reichlich Waffen und Munition bestand, ist das Schiff ein beliebtes Tauchziel. Sie liegt auf etwa 30 Metern Tiefe ist aber durch teils starke Strömungen nicht ganz risikolos zu betauchen. Solche Tauchgänge sollten nur von erfahrenen Tauchern durchgeführt werden.

1.6 Safaga

Safaga liegt etwa 60 km südlich von Hurghada. Trotz der Nähe geht es hier bedeutend ruhiger zu als in der hektischen Touristenstadt. In der Stadt befindet sich der älteste Hafen am Roten Meer. Schon während der Zeit der Pharaonen soll der Hafen für Handel genutzt worden sein. Bereits damals soll die Stadt als Kurort bekannt gewesen sein. Der schwarze mineral- und salzhaltige Sand soll gut gegen Schuppenflechte und Rheuma helfen.

Steilwand

Vor Sagada liegen großartige unberührte Riffe, die noch nicht von Touristen überlaufen sind. Auch findet sich vor der Küste ein englisches Wrack, das im zweiten Weltkrieg durch deutsche Luftangriffe versenkt wurde.

1.7 Nuweiba

Etwa 70 nördlich von Dahab an der Küste des Golfs von Akaba befindet sich die kleine Stadt Nuweiba. Die Stadt ist touristisch wenig erschlossen. Die meisten Reisenden machen hier lediglich einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Jordanien und zur Felsenstadt Petra. Auch das älteste Katharinenkloster auf dem Berg Sinai (auf dem Moses die zehn Gebote erhalten haben soll) ist von hier gut zu erreichen.

Makro

Da das Tauchen hier noch in den Kinderschuhen steckt, sind die Riffe noch sehr intakt. Getaucht wird hauptsächlich an den Hausriffen direkt am Strand oder an anderen Plätzen, die mit dem Jeep zu erreichen sind. Besonders Makrofreunde kommen hier auf ihre Kosten. Neben farbenfrohen Schnecken gibt es noch Geisterfetzenfische, Seenadeln und Seepferdchen zu bewundern.

2. Tauchsafari in Ägypten

Tauchen Ägypten

Die wunderschöne Unterwasserwelt im Land der Pharaonen lässt sich am einfachsten mit einer Tauchsafari erkunden. In der Regel herrscht an Bord der Safariboote eine sehr familiäre Atmosphäre. Auch wird auf den meisten Safaribooten das Tauchen mit Nitrox angeboten.  Bei einer Safari kannst du 3 bis 4 Tauchgänge an einem Tag absolvieren. Der erste Tauchgang findet bereits früh morgens vor dem Frühstück statt. Der letzte ist ein Nachttauchgang.

Tauchsafari in Ägypten

Manche bekannten Riffe, wie das Daedalus Riff, die Brother Island und das St. Johns Riff sind nur im Zuge einer Safari zu erreichen, da die Anfahrt für eine Tagestour zu lange dauert. Es gibt von den meisten Anbietern verschiedene Routen, die angefahren werden können. Die Nordtour, die zum Wrack der Thistlegorm fährt. Die Südtour, mit den Inseln Rocky, Zabargad und St. Johns. Sowie die Inseltour, die zu den Brothers, nach Daedalus und an Elphinstone fährt.

3. Beste Reisezeit zum Tauchen in Ägypten

Grundsätzlich ist Ägypten ein ganzjahres-Tauchziel. Die Sichtweiten sind das ganze Jahr über stabil. Die Wassertemperatur schwankt zwischen 22°C im Winter und bis zu 30°C im Sommer. Dennoch gibt es eine Hochsaison. Diese ist von Anfang September bis Anfang November.

Schildkröte

Der Grund ist, dass es im Sommer einfach viel zu heiß ist. Sich in einen Neoprenanzug bei über 40°C im Schatten zu quälen ist nicht angenehm. Im Winter können stärkere Winde aufkommen, dass du dich leicht erkälten kannst. Eine Mütze über den Ohren ist dann Pflicht. Ein weiterer Grund für die Hochsaison ist die hohe Anzahl an Großfisch in den Monaten von September bis November. Durch kalte Strömungen aus dem Süden kommen diese weiter in den Norden.

4. Welchen Tauchanzug zum Tauchen in Ägypten

Die Wassertemperaturen im Roten Meer schwanken zwischen 22°C im Winter und bis zu 30°C im Sommer. Wir selbst sind lieber ein bisschen dicker angezogen bevor wir unter Wasser anfangen zu frieren. Manche gehen im Sommer mit einem Shorty ins Wasser. Wir empfehlen allerdings einen 3mm Nassanzug. Abgesehen von der Kälte schützt dich dieser auch vor eventueller Vernesselung von Korallen.

Walhai

Für den Winter empfehlen wir auf jeden Fall einen 7mm Nassanzug. Wenn du schnell anfängst zu frieren kannst du sogar einen Shorty oder eine Eisweste darüber ziehen. Wir waren Ende November auf Safari. Einer unserer Guides tauchte da sogar in einem Trockentauchanzug.

5. Ist tauchen in Ägypten Gefährlich

Das Auswertige Amt gibt für Ägypten eine Teilreisewarnung heraus. Regelmäßig kommt es zu Demonstrationen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Des Weiteren besteht die Gefahr vor terroristischen Anschlägen und Entführungen. Besonders Gewarnt wird vor Reisen auf die Sinai-Halbinsel. Hier finden regelmäßig militärische Operationen statt. Auch gibt es hier die Gefahr vor terroristischen Anschlägen.

Napoleon

Wir selbst bekamen von nichts dergleichen etwas mit. Die Wahrscheinlichkeit eines Attentats in den Urlaubsgebieten ist sehr gering. Nicht umsonst wird das Land von tausenden Touristen, auch aus Deutschland, als beliebtes Urlaubsziel gewählt. Tauchende Urlauber sollten sich nicht, von der teils sehr konservativen Reisewarnung des Auswertigen Amtes, abschrecken lassen.

6. In Ägypten tauchen für Anfänger

Das Tauchen in Ägypten ist auf jeden Fall für Anfänger geeignet. Viele Hotelanlagen haben vorgelagerte Hausriffe, die nicht sehr tief sind. Die Sichtweiten sind hervorragend und die Strömungen gering. So kann in Ägypten von Anfängern einfach getaucht werden.  Auch werden vor Ort viele Tauchkurse angeboten. Fast alle Hotels und Tauchschulen verleihen auch komplette Ausrüstungen.

Tauchen für Anfänger

Um Verletzungen und Tauchunfälle zu vermeiden sollte eine Tauchsafari jedoch nur von erfahreneren Tauchern durchgeführt werden. 50 geloggte Tauchgänge sollten mindestens durchgeführt worden sein. Die Tauchplätze, die von Safaribooten angefahren werden haben teils recht hohe Strömungen und Steilwände können sehr tief abfallen. Auch das Tauchen vom Schlauchboot (Zodiak) solltest du beherrschen.

7. Wie teuer ist das Tauchen in Ägypten

Das Tauchen in Ägypten ist im Vergleich zu anderen Tauchgebieten günstig. Die Kosten hängen hauptsächlich von der Art der Unterkunft (Hotel, Resort, Safariboot), den gewünschten Luxus und der Anzahl der Tauchgänge ab. Die Kosten für einen Direktflug liegen in der Regel zwischen 200 und 500 Euro. Für eine Woche in einem Hotel bezahlst du zwischen 400 und 1000 Euro pro Person. Je nach Ausstattung. Die Tauchgänge kosten, je nach Anbieter, zwischen 20 und 40 €.

Wie teuer ist tauchen in Ägypten

Wir bezahlten für unsere 7-tägige Tauchsafari auf der Südtour 1100 € für das Boot, 300 € für den Flug und etwa 300€ für die Naturschutz- und Hafengebühren sowie Trinkgelder und alkoholische Getränke an Bord.

Das musst du wissen

Warst du auch schon in Ägypten tauchen? Erzähle uns doch davon, wir freuen uns über deinen Kommentar.


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