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2 Tage zwischen den Reisterrassen von Banaue und Batad

| Reisen

Aussicht über Batad

Bestimmt hast du auch schon etwas von den Reisterrassen von Banaue gehört. Diese liegen im Gebirge im Norden der philippinischen Hauptinsel Luzon. Die Terrassen dort zählen zu den schönsten auf der ganzen Welt, und sind bereits seit 1995 bei der UNESCO als Weltnaturerbe gelistet. Mit einer über 2000 Jährigen Geschichte gehören Sie zu den ältesten von Menschenhand geschaffenen Bauwerken auf den ganzen Philippinen. Sie wurden von den damaligen Bewohnern angelegt um ebene Flächen für den Reisanbau zu schaffen. So simpel wie es sich anhört war dies aber nicht. Hinter jeder dieser Anbauflächen steckt ein ausgeklügeltes Bewässerungssystem durch das der Wasserstand der einzelnen Felder reguliert werden kann.

ReisfelderEs gibt verschiedene Möglichkeiten die Reisterrassen zu besuchen. Du kannst dir einfach in Banaue ein Hostel nehmen und dich mit einem Jeepney zu den Aussichtsplätzen fahren lassen. Oder du lässt dich direkt nach der Ankunft in Banaue  nach Badat fahren und erkundest dort die Reisfelder. In Batad gibt es auch den Aussichtspunkt mit der schönsten Aussicht auf die Terrassen. Wir allerdings machten nach unserer Ankunft in Banaue eine Trekkingtour mit einem Führer und einer Übernachtung bei Locals. Diese Tour startete und endete in Banaue, sie ging über Berge, durch Urwald, am Fluss entlang und über die Reisfelder.

ReisterrassenAm einfachsten nach Banaue kommst du mit dem Nachtbus von Manila aus. Dieser Bus startet zweimal abends, einer geht um 21:00 Uhr und der andere um 22:00 Uhr. Dieser benötigt 8 Stunden bis du früh morgens in Banaue ankommst. Auch wir sind mit solch einem Bus in den Norden von Luzon gefahren. Da die Haltestelle in Banaue außerhalb des Dorfes liegt wirst du nach Ankunft von einem Jeepney aufgeladen und in den Dorfkern gebracht. Unser Plan war eigentlich einfach ein Hostel zu nehmen und die Reisterassen auf eigene Faust erkunden.

Grüne Reisfelder

Erster Tag, Reisterrassen von Banaue

Nach unserer Ankunft im Ortskern von Banaue wollten wir unser Hostel aufsuchen, unsere Rucksäcke abstellen und erst mal was frühstücken gehen. Unterwegs wurden wir von einem Local angesprochen, der uns eine Trekkingtour durch die Berge schmackhaft machte. Also folgten wir ihm in ein Hostel in dem wir unsere großen Rucksäcke während der Tour lagern konnten. Somit hatten wir wirklich nur das notwendigste in unseren kleinen Tagesrucksäcken dabei. Was sich als sehr gut herausstellte, denn die Wanderung hatte es in sich. Bevor es losging hatten wir noch eine Stunde Zeit etwas Proviant zu besorgen da es in den Bergen nicht viel zu Mittagessen gab und gefrühstückt hatten wir ja auch noch nichts.

Blick über BanaueEine Stunde später trafen wir uns dann wieder mit unserem Guide in dem Hostel in dem wir unsere Rucksäcke lagerten. Wir hatten uns mit Gebäck einer Bäckerei und drei Flaschen Wasser eingedeckt. Wasser ist wichtig, denn die Getränke die du unterwegs kaufen kannst sind wahnsinnig überteuert. Unser Guide besorgte uns dann ein Trycycle mit dem wir uns auf den Weg machten. Unser erster Stopp war der Aussichtspunkt über Banaue. Schon hier hast du einen wundervollen Blick über die Berge und das Tal in dem das Dorf liegt. Hier kannst du auch Fotos mit einem Ifugao in traditioneller Tracht machen, aber das lassen sie sich gut bezahlen. Die Ifugao sind die Ureinwohner der Reisterrasen im Norden der Philippinen.

Reisterrassen von BanaueAn diesem Aussichtspunkt verbrachten wir eine halbe Stunde bevor es mit dem Bike weiter ging. Unser Fahrer war Mitte 20 hatte aber schon die charakteristischen rot-schwarz verfärbten Zähne vom Betelblatt kauen. Die Betelpalme ist eine Drogenähnlich wirkende Pflanze die von einem Großteil der armen Bevölkerung im Norden der Philippinen gekaut wird. Unser Weg führte uns immer weiter den Berg hinauf bis plötzlich die befestigte Straße endete. Dort verließen wir das Trycycle und unser Guide führte uns ab jetzt zu Fuß weiter.

Weg durch den UrwaldAm Anfang war der Weg sehr angenehm zu laufen, die Wege waren schön breit und auch die Steigungen waren leicht zu bewältigen. Aber mit jeder fortschreitenden Stunde wurde unsere Wanderung anstrengender. Wir freuten uns jedes Mal wenn wir aus der prallen Sonne wieder in den Schatten des Urwaldes kamen. Wir genossen die Ruhe und die Abgeschiedenheit in den Wäldern. Keine Mopeds, keine Autos nur die Tiere im Wald und unsere eigenen Schritte waren zu hören. Nach ein paar Stunden verließen wir den Wald und liefen auf den Rändern der einzelnen Reisterrassen oder auf kleinen Wegen zwischen ihnen. So ging es bis zum Mittag. Wir erreichten einen kleinen Wasserfall bei dem wir eine Pause machten und wir unser Gebäck beim rauschen des Wassers essen konnten. Die Wanderung machte uns nämlich ganz schön hungrig.

WasserfallNach unserer wohlverdienten Pause am Fluss ging es dann erstmal wieder bergauf, so dass wir wieder einen unglaublichen Blick über die Berge und Täler hatten. Wir machten immer mal wieder bei Locals, die in den Bergen wohnen einen kleinen Stopp. Bei diesen konnten wir Wasser oder kleine Knapperei und frische Früchte kaufen. Durch die Hitze und die Anstrengung ein bisschen unachtsam geworden ist Katharina mit dem Fuß an einer Kante abgerutscht und hat sich das Knie aufgeschlagen. Aber zum Glück hatte unser Führer Verbandszeug und Desinfektionsmittel dabei so konnte sie nach kurzer Zeit die Wanderung fortsetzen. Kurz darauf führte uns unser Weg wieder ins Tal zum Fluss, den wir über eine Brücke überquerten. Nach einer weiteren Stunde über die Reisfelder erreichten wir ein kleines Dorf das von Reisfeldern umgeben war. Dort war auch unser Hostel und wir konnten uns endlich ausruhen.

Dorf in den BergenDas frisch machen im Hostel war auch etwas speziell. Es gab insgesamt nur ein Raum zum Frischmachen für ca. 20 Gäste die diese Nacht hier verbrachten. Und die Dusche bestand aus einem großen Eimer und einer großen Schöpfkelle. Aber immerhin hatten wir ein abschließbares Doppelzimmer. Es gab zwar keine Klimaanlage, aber dafür zwei Fenster die einen schönen Durchzug schafften. Zum Abendessen gab es das philippinische Nationalgericht Chicken Adobo mit Reis. Anschließend setzten wir uns alle mit den Einheimischen an ein Lagerfeuer und genossen den kühlen Abend mit Gitarrenmusik und kühlen San Miquel. Es war ein wundervoller Abschluss eines perfekten Tages in den Bergen.

Blick über das Tal

Zweiter Tag, Reisterrassen von Batad

Am nächsten Tag begann unser Tag mit einem leckeren Frühstück. Danach haben wir unsere 7 Sachen gepackt und sind weitermarschiert. Unser Guide erwähnte schon das der zweite Teil zwar wesentlich kürzer aber auch viel anstrengender sein wird als der am Vortag. So liefen wir ca. 2 Stunden Bergauf durch Reisfelder und Wälder bis wir den Viewpoint von Batad erreichten. Die Aussicht die du hier hast ist unbeschreiblich. So sattes Grün hatten wir vorher noch nicht gesehen. Es war der Wahnsinn. Hier angekommen gönnten wir uns erst einmal was zu trinken und genossen das Grün der Reisfelder. Wir machten hier bestimmt eine ganze Stunde rast bevor es weiter ging.

Aussicht über BatadDer letzte Abschnitt unserer Wanderung führte uns einmal quer durch das Dorf Batad. Von dort führt ein Weg den Berg hinauf von wo wir von unserem Trycycle Fahrer vom Tag vorher wieder aufgelesen wurden. Einen Teil des Weges mussten Andre und unser Guide allerdings laufen, da das Moped mit uns zu viert es nicht schaffte den Berg rauf zu fahren. Auf der Fahrt Richtung Banaue machten wir noch ein einem kleinen Stausee halt. Hier hätten wir noch etwas essen können. Wir hatten aber keinen Hunger deswegen haben wir uns nur ein bisschen ans Wasser gesetzt und den philippinischen Kindern beim Spielen und beim Waschen im Wasser zugeschaut.

Blick über die BergeNachdem wir Banaue erreicht hatten verabschiedeten wir uns von unserem Fahrer und unserem Guide und wir erkundeten noch ein bisschen selbständig das Dorf. Hier in Banaue gibt es aber bis auf ein paar kleine Cafés und Bars nicht wirklich viel Sehenswertes. Nachdem wir hier noch ein bisschen durch das Dorf gebummelt sind holten wir unsere Rucksäcke und machten uns auf den Weg zur Haltestelle. Mit dem Nachtbus fuhren wir dann wieder zurück nach Manila.

Erzähle uns von den Erfahrungen die du in den Reisterrassen von Banaue und Batad gemacht hast. Wir freuen uns über deinen Kommentar.


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