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Krankheiten, Reiseapotheke und Impfungen Philippinen

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Impfungen Philippinen
Da wir selbst das Thema Gesundheit großschreiben macht es unserer Meinung nach Sinn, diesem wichtigen Thema einen eigenen Beitrag zu widmen.

Inhaltsverzeichnis
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1. Impfungen Philippinen

Wenn du auf die Philippinen willst, solltest du auf alle Fälle alle auch in Deutschland empfohlenen Standartimpfungen haben.  Damit sind folgende Impfungen gemeint:

  • Tetanus (Wundstarrkrampf)
  • Diphtherie
  • Pertussis (Keuchhusten)
  • Mumps, Masern, Röteln
  • Poliomyelitis/Kinderlähmung

Alle diese Impfungen sollten nicht älter als 10 Jahre her sein und im gegebenen Fall aktualisiert werden.

Desweitern ist eine Immunisierung gegen Hepatitis A und Tollwut zu empfehlen.

Willst du die Philippinen intensiv erleben und bist auch öfters abseits der Standard Touristenrouten unterwegs, bieten sich noch Impfungen gegen Hepatitis B sowie Tuberkulose an. Eventuell noch Typhus und Japanische Enzephlitis.

Solltest du aus einem Gelbfiebergebiet auf die Philippinen einreisen, benötigst du vor der Einreise eine Gelbfieberimpfung.

Für unsere Philippinen Reise hatten wir lediglich noch mal nachgeschaut ob alle unsere im Impfpass stehende Impfungen auf dem aktuellen Stand sind. Lediglich die Impfungen gegen Tollwut haben wir machen lassen.

2. Krankheiten Philippinen

Wenn du nur auf den touristischen Routen unterwegs sein solltest, ist die Gefahr einer Krankheit gering. Nur wenn du längere Touren durch abgelegene oder von Malaria befallen Gebiete unternehmen willst, solltest du wegen einer höheren Erkrankungsgefahr einige Vorsichtsmaßnahmen treffen.
Des Öfteren treten Denguefieber, Malaria, Tollwut, Hepatitis, Typhus und auch Tuberkulose auf. Auch das Zirka-Virus und Japanische Enzephalitis zirkuliert seit einigen Jahren im Land, es sind aber keine größeren Ausbrüche bekannt. Es gibt auch eine geringe Wahrscheinlichkeit an Leptospirose, Chikungunya und Cholera zu erkranken. Des Weiteren kann es auch zu Verstopfungen und Durchfall kommen. Aber durch vorsichtiges Verhalten, gesundem Menschenverstand und einer guten Vorbereitung lassen sich die meisten der oben genannten Krankheiten vermeiden.

-Tollwut

Tollwut ist eine vom Mensch oder Tier übertragbare Viruserkrankung die zum Tod führen kann. Es besteht im gesamten Land ein hohes Risiko an Tollwut zu erkranken. Hauptsächlicher Grund der Virenübertragung ist der Biss von streunenden Hunden. Du erkennst Tollwut an plötzlich auftretender ÄngstlichkeitKopfschmerzenFieber und Unwohlsein.

Gegen Tollwut gibt es eine Impfung die vor dem Virus schützt. Allerdings kann man der Gefahr sich anzustecken mit gesundem Menschenverstand minimieren, indem man wilden und streuenden Tieren aus dem Weg geht.

Da die medizinisch notwendige Behandlung eines gebissenen auf den Philippinen nicht immer gewährleistet ist, hatten wir beide die Impfung.

Trotzdem solltte dieses Thema mit einem Arzt besprochen werden.

-Tuberkulose

Tuberkulose ist eine durch Menschen ansteckende Infektionserkrankung der Bronchien, die auf die Lunge übergehen kann. Das merkst du an Fieber, starkem Husten und Atemnot.

Auch gegen Tuberkulose gibt es eine Schutzimpfung, die vor allem für Säuglinge anzuraten ist. Wir hatten beide keine Impfung dagegen.

-Hepatitis

Hepatitis ist eine von verschieden Virus-Typen (A-G) verursachte Schädigung der Leber. Hepatitis A wird hauptsächlich durch infiziertes Wasser und Lebensmittel übertragen. Typ B, C und D werden vor allem durch Intimkontakte oder Blut übertragen und sind stark ansteckend. Die Symptome von Typ A und B ähneln denen einer normalen Grippe: Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle. Allerdings können diese bei Typ B chronisch werden.

Meiner Meinung nach sinnvoll ist eine Impfung mit Twinrix, dies ist eine Kombiimpfung gegen Hepatitis A und B.

-Dengue-Fieber

Das Denguefieber ist eine von Stechmücken (Aedes aegypti, gut zu erkennen an ihren schwarz-weis gebänderten Beinen) übertragbare Viruserkrankung. Besonders im Stadtgebiet Manila tritt es ganzjährig auf. Aber auch im Rest des Landes kann es zu einer Infektion kommen. Eine hohe gefahr besteht hauptsächlich während und kurz nach der Regenzeit von April bis Oktober. Du erkennst die Krankheit an plötzlichen Fieberanfällen, Kopf– und Muskelschmerzen. Nach ca. 3 Tagen kann sich ein Hautausschlag über deinen ganzen Körper ausbreiten.

Leider gibt es keine Impfung die dich davor schützen kann. Die besten Schutzmaßnahmen sind Anti-Mückenspray und Moskitonetze.

-Zika-Virus

Das Zirka-Virus ist eine von Stechmücken übertragbare Erkrankung. Es löst eine Infektion aus, die meistens sehr milde Verläuft. Das Risiko an diesem Virus zu erkranken ist auf den Philippinen gering, sollte aber beachtet werden. Gerade für schwangere Frauen ist dieses Virus sehr gefährlich da es zu Fehlbildungen bei dem ungeborenen Kind kommen kann. Hiergegen kann als vorbeugende Maßnahmen Anti-Mückenspray und Moskitonetzte helfen.

-Malaria

Auch Malaria ist eine von Stechmücken übertragbare Krankheit.

Die Übertragung von Malaria auf den Philippinen ist ganzjährig möglich. Ein hohes Risiko besteh hier in ländlichen Gebieten wie Palawan, Nord-Luzon, Mindoro und Mindanao. Während der Regenzeit ist das Risiko sich mit Malaria zu infizieren am höchsten.

Malaria äußert sich durch Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Schwäche, Erbrechen, Husten, Durchfall und abdominale Schmerzen.

Die Stadtgebiete, rund um Manila, die Inseln Bohol, Cebu, Catanduanes und Leyte gelten als Malariafrei.

Auch gegen Malaria gibt es keine Impfung, aber auch hier helfen Anti-Mückenspray und Moskitonetze. Desweiter gibt es noch verschiedene Medikamente zur prophylaxe. Das sollte aber IMMER!!! mit einem (Tropen-)Arzt besprochen werden.

-Typhus

Typhus ist die zweit häufigste Tropenkrankheit nach Hepatitis A. Sie wird Oral übertragen von dem Bakterium Salmonella typhi. Du erkennst Typhus an Erbrechen und ein über sieben Tage langes hohes Fieber, einem langsamen Puls und an Benommenheit, gefolgt von Hautausschlägen, Verstopfungen oder Durchfall und Bauchschmerzen.

Gegen Typhus gibt es eine Schutzimpfung, die wir aber beide nicht gemacht haben.

-Leptospirose-Infektionen

Die Infektion von Leptospirose erfolgt durch Bakterien. Am häufigsten treten diese Infektionen nach Überschwemmungen und nach Taifunen auf. Der Kontakt mit Überschwemmungswasser sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Eine Infektion erkennt man durch leichte Grippemäßige Symptomen, Nierenversagen und Schädigungen des Zentralnervensystems.

Es gibt für den Menschen keine Schutzimpfung. Wenn der Kontakt zu Überschwemmumgswasser gemieden wird sollte es zu keiner Ansteckung kommen.

-Chikungunya

Chikungunya wird ähnlich wie das Denguefieber von Mücken übertragen. Die Symptome sind Fieber und starke Gelenkschmerzen. Auch Chikungunya tritt hauptsächlich während und kurz nach der Regenzeit auf. Es gibt keine Schutzimpfung. Deswegen ist sorgfältiger Mückenschutz notwendig.

-Cholera

Cholera ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung des Dünndarms. Sie macht sich durch Durchfall und Erbrechen bemerkbar. Cholera Fälle sind auf den Philippinen sehr selten. Um sich zu schützen solltest du immer sauberes Trinkwasser benutzen, (am besten nur aus Flaschen trinken) und öfters deine Hände waschen.

-Japanische Enzephalitis

Japanische Enzephalitis ist eine Viruserkrankung des Gehirns die durch nachtaktive Stechmücken übertragen wird. Die Übertragung auf den Philippinen ist sehr selten, kann aber zu bleibenden Schäden oder sogar zum Tod führen. Im Norden von Luzon ist Gefahr einer Ansteckung am höchsten.  Da es auch hier keine Impfung gibt ist guter Mückenschutz zu empfehlen.

-Durchfälle & Verstopfung

Gerade Durchfall ist in Asiatischen Ländern immer eine Sache. Da die hygienischen Standarts von Lebensmittel anders sind als bei uns in Deutschland, kann es immer sein dass du Durchfall bekommst. Durch umsichtiges Verhalten kannst du die Chance Durchfall zu bekommen minimieren. Kein Wasser aus der Leitung trinken, keine Eiswürfel in deinem Getränk, kein schon länger liegendes, aufgeschnittenes Obst essen sind nur ein paar einfache Möglichkeiten.

Nichts desto trotz, solltest du immer ein paar Durchfalltabletten dabei haben.

Wir hatten dieses mal Glück, wir hatten beide keins, das soll aber nicht heißen dass wir bei unserer nächsten Reise nicht auch was bekommen können.

3. Reiseapotheke Philippinen

Selbstverständlich sollte eine gut gefüllte Reiseapotheke mit ausgesuchten Medikamenten für eine solche Reise nicht fehlen. Unsere Reiseapotheke beinhaltete:

  • Ibuprofen – für Kopfschmerzen
  • Iberogast, Anikakügelchen, Vomex  – gegen Übelkeit und Bauchkrämpfe
  • Loperamid akut – gegen Durchfall
  • Anti Brumm Forte oder auch Nobite – gegen Mückenstiche (ganz wichtig)
  • Nobite – gegen Mückenstiche (zum einsprühen der Kleidung)
  • Pille – gegen ungewollte Schwangerschaft 😉
  • Pflaster sowie
  • Octenisept – für Wunden

Weitere Informationen zu Krankheiten und zur Sicherheit findest du unter dem Auswärtigem Amt


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1 Kommentar

Stefan Ammon

Das ist eine gut Übersicht. Vielen Dank für die Zusammenstellung. Ich würde noch folgende Anmerkungen machen:

Malariaprophylaxe macht auf den Philippinen wenig Sinn, da die Ansteckungsgefahr sehr gering ist, die Prophylaxe aber den Organismus nicht unerheblich beeinträchtigt. Ein weiterer Grund sich gegen eine Prophylaxe auf den Philippinen zu entscheiden, ist die Förderung durch Resistenzen gegen das Mittel.

Malaria – Standby – Produkte machen ebenfalls keinen Sinn. Wann genau soll man sie nehmen? Wenn man Gliederschmerzen und Fieber bekommt? Und wenn es dann nur eine normale Erkältung oder Grippe ist? Und warum sollte man nicht direkt in ein Krankenhaus fahren bei Verdacht auf Malaria? Krankenhäuser sind auf den Philippinen überall in ausreichender Zahl vorhanden und man kann sich dort schnell genug fachmännisch untersuchen und behandeln lassen.

Mückenschutz sollte DEET oder Icaridin enthalten. Deet ist etwas effektiver gegen Stecher, Icaridin kommt dem aber nahe und ist hautverträglicher mit weniger Nebenwirkungen. Deet hat keinen Nutzenzuwachs ab 30 %. Also empfiehlt sich eine 30 % Lösung.

Zur Reiseapotheke würde ich auf jeden Fall noch Betaisadona hinzufügen. Auch kleinere Verletzungen entzünden sich sehr schnell, was durch Betaisadona verhindert werden kann. Das auf den Philippinen erhältliche Betadine hat nicht annähernd dieselbe Wirkung.



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