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Ishigaki – Japans Taucherinsel

| Reisen
Ishigaki

Ishigaki ist die Hauptinsel der Yaeyama-Inseln.  Hier leben etwa 50.000 der knapp 60.000 Einwohner dieser Inselgruppe. Die meisten davon in der weitläufigen Stadt Ishigaki im Süden, die übrigens die südlichste und östlichste Stadt Japans ist. Im Norden dagegen gibt es ein nebelverhangenes Gebirge mit dem höchsten Berg der Prefektur Okinawa, der  Omoto-dake. Die Insel ist etwa 20km breit und 35km lang. Nach Norden verjüngt sie sich sehr und ist an einer Stelle nicht breiter als 300 Meter. Sie besitzt neben wunderschönen Stränden auch tolle Korallenriffe zum Tauchen.

1. Reisebericht

Die Insel Ishigaki haben wir mit dem Flugzeug erreicht, da dies die schnellste Möglichkeit der Anreise ist. Am Flughafen angekommen suchten wir uns ein Taxi und machten uns auf dem Weg zum Yonehara Camping Platz. Dort suchten wir vergeblich eine Rezeption. Nach mehrmaligem Nachfragen hat uns jemand mittgeteilt, dass man sein Zelt einfach irgendwo aufbauen kann und 2 x täglich jemand vorbei kommt und kassiert. Also bauten wir unser Zelt direkt unter einem Baum auf. Als wir alles fertig hatten, erkundeten wir erst einmal unsere Umgebung und fuhren mit dem Bus nach Ishigaki Stadt.

Yonehara Beach

Die Fahrt dauerte etwas länger als geplant. Wir hatten den Plan falsch gelesen (es war alles nur auf Japanisch) und haben dabei eine kleine Inselrundfahrt gemacht. In der Stadt am Busbahnhof angekommen, organisierten wir uns erst einmal einen Englischen Bus-Plan. In der Stadt schlenderten wir ein bisschen durch die Shopping-Street und aßen eine Kleinigkeit. Mit dem Bus, diesmal auf direktem Weg, sind wir dann wieder zum Campingplatz zurück gefahren. Dort leckten wir uns ein bisschen an den Strand und genossen die Sonne. Bevor es dunkel wurde, suchten wir uns eine kleine Ecke und machten dort ein Lagerfeuer. Auf diesem grillten wir uns etwas Leckeres bevor wir ins Zelt gingen.

markt

Für den nächsten Tag hatten wir drei Tauchgänge vorgebucht. Ein Bus der Tauchschule holte uns direkt am Campingplatz ab. Die ersten beiden Tauchgänge machten wir direkt am Vormittag von einem Tauchboot aus. Danach fuhren wir zurück zur Tauchschule und machten uns mit dem Auto auf den Weg zu Kabira Bay. Dort aßen wir Etwas zu Mittag. Nach dem Essen bummelten wir noch ein bisschen am Strand und in der Stadt herum. Anschließend ging es zurück in die Tauchschule. Dort fuhren wir mit dem Boot auf die andere Seite der Insel. Dort machten wir unseren dritten Tauchgang. Die Tauchgänge waren dort sehr schön, es gab viele Fische und bunte Korallen. Zurück am Campingplatz war dieser so gut wie leer. Also schnappten wir unsere Bücher, entspannten noch etwas am Strand und schauten uns den Sonnenuntergang an. Es war traumhaft.

Tauchen auf Ishigaki

Am darauf folgenden Tag machten wir eine Kajak-Wasserfall-Tour auf der Insel Iriomote. Da die Tour früh morgens am Hafen startete und so früh noch kein Bus vom Zeltplatz abfährt nahmen wir uns für zwei Nächte ein Hotel am Hafen. Die Tour auf  Iriomote war der Wahnsinn. Die Tour können wir jedem weiterempfehlen. Abends nach der Tour schlenderten wir noch ein bisschen durch Ishigaki-Stadt. Bevor wir erschöpft in unser Bett fielen.

Kajak Tour

Am nächsten Tag stand für uns Insel-Hopping auf dem Plan. Zuerst besuchten wir die Insel Kohama-Jima. Dort hatten wir etwa zwei Stunden Zeit. Wir mieteten uns am Hafen ein Fahrrad und erkundeten damit die Insel. Die Aussicht vom Mt. Otake ist herrlich. Von hier kannst du bis auf alle Nachbar-Inseln schauen. Als zweite Insel folgte Taketomi-jima. Dort hatten wir etwa 4 Stunden Zeit. Da wir am nächsten Tag wieder zurück nach Naha flogen wollten wir hier noch einmal ein bisschen entspannen. Deshalb legten wir uns für zwei Stunden an den Condoi Beach, ein strahlend weißer Sandstrand. Der ganz leicht abfallend ins Meer geht. Es gibt einige Sandbänke im Wasser zu denen du zu Fuß waten kannst. Anschließend besuchten wir den berühmten Sternenstrand. Dieser ist nicht so schön wie der Condoi Beach, aber mit einem guten Auge kannst du im Sand Sternförmige Sandkörner entdecken.

Strand Taketomi

Auf dem Rückweg zum Hafen liefen wir noch durch das Dorf auf der Insel, das berühmt für seine Häuser mit weißen Dachziegeln ist. Mit der Fähre fuhren wir wieder zurück nach Ishigaki. Nach dem Abendessen, ging es zurück zum Hotel. Am frühen Morgen ging unser Flug zurück nach Naha.

Hausdach Taketomi

2. Sehenswürdigkeiten auf Ishigaki

2.1 Kabira Bay

 

Kabira Bay

Die Hauptsehenswürdigkeit auf Ishigaki ist, ganz klar, die Postkartenaussicht auf die Kabira Bay. Weißer Sandstrand azurblaues, glasklares Wasser und Boote die am Strand liegen. Dies alles macht diesen Ort zu etwas Besonderem. Leider darf in diesem Gewässer nicht gebadet oder geschnorchelt werden. Aber du kannst die großartige Unterwasserlandschaft in der Bucht mit einem Glasbodenboot bewundern. Diese stehen am Strand und warten auf Mitfahrer.

2.2 Tauchen auf Ishigaki

Bekannt bei uns Tauchern ist das Tauchen auf Ishigaki ganz klar wegen dem Manta Point im Nordwesten der Insel. Hier lassen sich Mantas an ihren Putzstationen sehr gut beobachten. Die Saison für die bis zu 5 Meter großen Rochen ist von April bis Ende Oktober, denn dann ist das Wetter am besten und die Wassertemperaturen erreichen zwischen 24 und 30 Grad Celsius. Aber auch die umliegenden Riffe sind sehenswert. Die Korallen um die Insel sind alle in einem sehr guten Zustand, so dass das Tauchen sehr viel spaß macht und es viel zu sehen gibt.

2.3 Insel Hopping

 

Aussicht

Da die Inseln selbst nicht so viele Sehenswürdigkeiten besitzt, aber einen Hafen, an dem es Fährverbindungen zu allen umliegenden Inseln gibt. Bietet sich hier Inselhopping super an. Auch wir besuchten mehrere benachbarte Inseln. Wir besuchten die Insel Iriomote, auf der wir eine grandiose Kanu-Wasserfall-Tour gemacht hatten. Außerdem machten wir einen Tagesausflug auf die Inseln Taketomi und Kohama-Jima.

2.4 Yonehara Beach

 

Sonnenuntergang

Der Yonehara Beach befindet sich im Norden der Insel. Direkt dazu gehört der Campingplatz auf dem wir übernachten. Vor dem Strand befindet sich ein kleines Riff das sich wunderbar zum schnorcheln eignet. Neben vielen bunten Steinkorallen gibt es Falterfische und mit Glück sogar Schildkröten. Eine Schnorchel-Ausrüstung kannst du, falls du keine dabei hast, direkt am Campingplatz ausleihen.

2.5 Ishigakis Norden

 

Sunset Beach

Ein besonderes Ziel auf der Insel ist der Norden. Dieser ist schwerer zu erreichen als der Rest der Insel, da der Bus hierher nur zweimal täglich fährt. Hier wirst du gerade deshalb wenige Touristen antreffen. Auch ist die Insel hier ursprünglich und weniger stark bevölkert als der Süden mit der Stadt Ishigaki. Im Norden der Insel befindet sich auch der Sunset Beach. Von diesem schneeweißen Sandstrand aus hast du einen wahnsinnigen Ausblick über den Horizont. Du kannst von hier aus wunderbar den Sonnenuntergang beobachten.

3. Anreise nach Ishigaki

 

Anreise nach Ishigaki

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten auf diese Insel zu kommen. Da die Insel einen eigenen Flughafen besitzt, ist die sicherlich einfachste und schnellste Variante das Flugzeug. Es gibt Flüge zu allen anderen Inseln der Präfektur Okinawa, die einen Flughafen besitzen. Wir selbst flogen von Naha nach Ishigaki. Der Flug dauerte 1 Stunde. Auch von Tokyo gibt es einen Direktflug nach Ishigaki. Dieser dauert ca. 3 Stunden.

Die zweite, aber auch wesentlich aufwendigere Variante, ist mit einer Fähre. Da wir selbst nicht das Schiff nutzten können wir dazu leider nicht viel sagen. Wir wissen aber, dass es Fähren von und nach Miyako und Naha gibt.

4. Fortbewegung auf Ishigaki

 

Fortbewegung auf Ishigaki

Die Fortbewegung auf Ishigaki gestaltet sich sehr einfach. Zum einen gibt es viele Taxis auf der Insel die dich überall hinbringen. Wir selbst nutzten das Taxi um vom Flughafen an unseren Zeltplatz zu kommen.

Eine zweite, sehr einfache Möglichkeit um auf der Insel von A nach B zu kommen, ist der Bus. In Ishigaki Stadt gibt es einen großen Busbahnhof, von dem aus alle Ziele auf der Insel zu erreichen sind. Auch erhältst du dort einen englischen Fahrplan. In den Bussen hängen nur Japanische aus. Mit denen es schwierig ist, sich zurecht zu finden.

Des Weiteren könntest du dir auch einen Mietwagen nehmen und die Insel selbst erkunden. Da wir selbst keinen Mietwagen nutzten, können wir dazu auch nichts sagen.

Auch besteht die Möglichkeit, die Insel mit dem Fahrrad zu erkunden. In der Stadt gibt es mehrere Verleihstationen. Allerdings solltest du dir im Klaren sein, dass die Insel mit 223 km² ziemlich groß und der Norden der Insel sehr bergig ist.

5. Unterkünfte auf Ishigaki

Die meisten Hotels der Insel befinden sich in der weitläufigen Stadt Ishigaki. Hier ist für jeden Geldbeutel etwas dabei. Die etwas teureren haben einen großartigen Ausblick über den Hafen bis hin zur Insel Taketomi.

Nördlich der Kabira Bay befinden sich noch zwei große Strandresorts. Dort gibt es alles, was du in einer Resort-Anlage erwartest. All inklusive, Pool und Bars. Wir konnten das Innere einer Anlage sehen, da sich in einer der beiden eine Tauchschule befindet, mit der wir unterwegs waren.

Da wir selbst keinen großen Wert auf Luxus und teure Hotels legen, schliefen wir mit unserem Zelt auf einem Campingplatz. Der Yonehara Camping Ground befindet sich im Norden der Insel. Direkt am Yonehara Beach. Die Nacht in einem Zelt kostet hier ca. 5 €.

6. Restaurants & Bars auf Ishigaki

Wie auch die meisten Hotels, befinden sich auch die meisten Restaurants und Bars in Ishigaki Stadt. In der Nähe des Hafens ist das Vergnügungsviertel, in dem es von Restaurants, Bars und Clubs nur so wimmelt.

Auch entlang aller Straßen findest du immer wieder kleine Restaurants in denen du lecker Essen gehen kannst. Viel sparen kannst du, wenn du dein Essen in und auf Märkten kaufst und dann am Feuer selbst zubereitest. So machten wir es auch auf dem Zeltplatz.  

7. Wie viel Zeit auf Ishigaki

Wir selbst verbrachten 4 Tage auf der Insel. Unser Tipp: bleibe etwas länger, dann kannst du auch den Norden der Insel anschauen und tolle Ausflüge auf die Nachbarinseln unternehmen. Auch würden wir beim nächsten Mal an zwei Tagen tauchen gehen, es gibt rund um Ishigaki viel zu sehen.

8. Reisezeit für Ishigaki

Die beste Reisezeit für Ishigaki ist nicht so einfach zu sagen. Die Sommermonate sind, wie bei uns, die wärmsten. Leider fällt aber gerade in Juni und Juli der meiste Regen. Im Winter regnet es wenig, aber es wird nicht wärmer als 15° C. Die beste Zeit für die Insel sind deshalb die Monate März, April, Oktober und November. Hier sind die Temperaturen um 20 ° C und die Regenwahrscheinlichkeit gering. Auch im Dezember gibt es wenig Regen, aber mit 15°C Maximum ist es doch recht kühl. Wenn du zum Manta-Tauchen nach Ishigaki kommst, solltest du zwischen April und Oktober da sein, dann ist Saison.

Ishigaki Pin

Du warst auch schon mal auf Ishigaki? Dann erzähle uns doch von deinen Erfahrungen.

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