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Can Tho – Bootstour durch das Mekong Delta

| Reisen

Can Tho Mekong Delta

Im Südwesten Vietnams gibt es die Stadt Can Tho die mitten der Region des Mekong Deltas liegt. Diese Region ist vom Flussdelta des Mekong geprägt. Durch ein Netz von Flussarmen mündet der Mekong durch mehrere Kanäle in das Südchinesische Meer. Der Fluss umschließt eine Fläche von ca. 39.000 km². Trotz der dichten Bevölkerung ist eine intensive Landwirtschaft durch den Schwemmlandboden möglich. Die Gegend wird nicht umsonst „die südliche Reiskammer Vietnams“ genannt. Hier gibt es eine jährliche Produktion von 16 Millionen Tonnen Reis. Außerdem werden auch Fisch, tropische Früchte, Gemüse, Zuckerrohr und Kokosnüsse angepflanzt.

1. Reisebericht

Am Mekong Delta, genauer gesagt in Can Tho machten wir eine Tour durch das Delta mit anschließender Übernachtung. Auf die Idee mit der Tour sind wir durch den Blog von Ania und Daniel „Geh mal Reisen“ aufmerksam geworden. Dieser Text hat uns so fasziniert, dass wir diese Tour auch gleich mit auf unserer Reise durch den Vietnam machen wollten. Die Mekong Delta Tour wurde von Linh geführt, mit Ihr hatten wir auch vorab einen netten E-Mail verkehr. Übernachtet haben wir dann bei Linh´s Eltern, die ein Hotel betreiben. Linh ist eine der wenigen in der Gegend, die gut Englisch sprechen können. Sie hat es sich selbst beigebracht und man hat sie wirklich sehr gut verstanden.

Nach unserer Ankunft in Can Tho sind wir mit dem Taxi direkt ans Hotel gefahren, um unser Gepäck abzuladen. Nachmittags haben wir anschließend Can Tho zu Fuß besichtigt. Es ist wirklich ein schönes Städtchen. Hier haben wir auch unter anderem den Nachtmarkt und die Straßenmärkte besucht. Auch lecker Essen kann man in dieser Stadt. Vor allem der Fisch ist der Wahnsinn.

Boote auf dem Mekong

Was uns nicht nur hier, sondern in ganz Vietnam aufgefallen ist, sind die dreckigen Flüsse. Hier wird einfach alles im Fluss entsorgt. Unsere Tour begann sehr früh. Am Abend zuvor fragte Linh uns, was wir den gerne frühstücken wollen. Dies hat sie am  Morgen dann mitgebracht. Die Tour begann direkt am Hotel, wo wir mit Rollern starteten. Wir sind dann an einen Markt gefahren und haben dort frisches Obst gekauft, dass wir während der Tour was zu naschen hatten.

Obst auf dem Markt

Anschließend ging es an den Fluss an dem wir unser Boot bestiegen. Unsere Bootsführerin wartete schon auf uns. Unseren ersten Halt machten wir gleich am Anfang an einem „Floating Market“ ein schwimmender Markt. An dem kannst du allerlei für den täglichen Bedarf kaufen. Die Händler auf den Märkten verkaufen frisches Obst und Gemüse, das frisch geerntet wurde und am gleichen Tag verkauft wird. Auch kannst du dort frisches Fleisch und Fisch einkaufen.

Floating Market

Weiter fuhren wir auf kleinen Seitenarmen mitten durchs Delta. Wir machten öfters einen Halt, und Linh zeigte uns die Häuser der Bevölkerung im Flussdelta. Hier leben Familien auf engsten Raum. Die Betten werden teilweise zu viert oder fünft genutzt. Auch die Küche ist sehr sparsam eingerichtet.  Man merkt gleich dass sie in sehr ärmlichen Verhältnissen leben aber trotzdem glücklich sind. Die Bewohner sind sehr Gastfreundlich und offen. Sie zeigten uns ihr Haus und wovon sie leben. Sie leben hier unter anderem von angebautem Obst, Gemüse, Reis und auch Pfeffer.

Reisanbau im Delta

Anschließend sind wir weiter durch das Delta gefahren, mitten durch einen Urwald im Wasser. Es war Wahnsinn, links und rechts von uns riesige Pflanzen die über das Wasser hängen, und wir auf dem kleinen Fluss in unsrem Holzboot. An einem kleinen Dorf machten wir einen Stopp. Dort tranken wir frisch gepressten Zuckerrohrsaft und aßen ein bisschen Obst dass dort verkauft wurde. Auch besuchten wir eine Familie die vom Anbau von Pfeffer lebt. Wir durften die frischen Pfefferkörner probieren. Sie schmeckten angenehm frisch, und auch nicht zu scharf.

Brücke über Fluss

Als wir weiter fuhren, war es dann plötzlich soweit, dass wir mit unserem Boot nicht mehr weiter kamen. Vor kurzem ging ein Sturm durch das Delta, der Sämtliche Pflanzen in das Wasser spülte. Das ganze Kraut und auch viel Plastikmüll verfingen sich in der Schraube des Bootes. Sodass nichts mehr weiter ging. Zum Glück machte Linhs Vater hinter uns auch gerade eine Tour mit anderen Gästen. Der Fahrer von dem Boot, der Mann unserer Fahrerin, sprang ins Wasser und befreite dann die Fahrrinne von den Pflanzen. So konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Am Ende der Tour kamen wir wieder an der gleichen Stelle heraus an der wir ins Boot stiegen.

Hilfe in der Not

Mit dem Rollern zurück im Hotel angekommen durften wir in den Privaträumen von Linh duschen. Unser Flug ging an diesem Abend und wir mussten unser Zimmer aber schon morgens räumen. Leider mussten wir dann im Hotel bleiben weil es sehr stark zu regnen begonnen hatte. Dort trafen wir zwei deutsche Frauen die auch mit uns am selben Abend nach Phu Quoc fliegen wollten. Frühzeitig sind wir dann auch schon Richtung Flughafen aufgebrochen.

2. Sehenswürdigkeiten

2.1 Flussufer & Ninh-Kieu-Park

Gemüse auf dem Markt

In Can Tho halten sich die meisten Besucher am Flussufer in der Nähe des Ninh-Kieu-Park auf. Hier befinden sich neben dem alten Markt noch zahlreiche Restaurants. Zusätzlich findest du hier auch die Ong-Pagode. Diese wurde von 1894-1896 erbaut. Viele der damals verbauten Materialeien wurden aus China herbei geschafft.

2.2 Can Tho-Museum

Im Can Tho-Museum findet ihr viele Informationen der ersten Siedler im Mekong Delta. Darunter verschiedenes zu der Eo Oc-Kultur. Eine der ersten Hochentwi-ckelten Kulturen im Delta. Auch die chinesischen und Khmer-Einflüsse der Religion sind hier dokumentiert. Der Flora und Fauna des Deltas wurde eine eigene Ausstellung gewidmet. Des Weiteren finden sich auch Ausstellungsstücke zu der Zeit der französischen und der amerikanischen Anwesenheit in Vietnam.

2.3 schwimmender Markt von Cai Rang

Ein weiterer Besuch lohnt sich zu dem schwimmenden Markt von Cai Rang. Dieser liegt etwa 6 km südwestlich des Flusses. Hier ist gerade am frühen Morgen das meiste los, denn hier sammeln sich alle zum Kaufen und Verkaufen. Am besten du machst dich schon um 5:30 Uhr auf den Weg dann kannst du dabei auch den Sonnenaufgang bewundern. Außerdem befinden sich noch nicht so viele Touristen vor Ort.

2.4 Vien Quang-Pagode

Diese Pagode ist eine Gebets Stätte des Theravada-Buddhismus. Sie wurde von 1946-1948 erbaut. 1969 wurde sie allerdings von einem amerikanischen Hubschrauberangriff fast vollständig zerstört. Erst seit 2012 erstrahlt sie wieder im vollen Glanz.

2.5 Das Mekong Delta

Delta

Die Hauptattraktion in Can Tho ist aber natürlich das Mekong Delta selbst. Besonders empfehlen wir dir hier eine Tour auf dem Boot. Neben großen Anbietern die dich mit großen Booten auf den Hauptarmen des Mekong entlangfahren, gibt es auch noch viele kleine private Anbieter. Unsere Tour mit Linh war eine solche Tour. Sehr wenig Leute, und sehr privat.

3. Anreise

Die einfachste Möglichkeit um nach Can Tho zu kommen ist das Flugzeug. Direkt vor der Stadt gibt es einen Flughafen. Der auch regelmäßig von Ho Chi Minh, Hanoi oder auch von Phu Quoc angeflogen wird.

Auch kannst du die Stadt mit dem Taxi oder dem Bus auf der Straße erreichen. Die Strecke von Ho Chi Minh beträgt ca. 200km.

Es gibt auch Buslinien die direkt von oder nach Kambodscha gehen. Die Visaformalitäten werden meist direkt im Bus abgewickelt.

4. Fortbewegung

Innerhalb Can Thos bewegten wir uns hauptsächlich zu Fuß. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt kannst du sehr gut erreichen. Des Weiteren kannst du dir für weitere Strecken ein Moped mieten. Mit diesem bist du sehr schnell unterwegs und kannst auch weitere Strecken zurücklegen. An den Anlegeplatz des Bootes mit dem wir die Tour durch das Mekong Delta machten fuhren wir auch mit dem Moped. Der Verkehr ist hier nicht so schlimm wie in Hanoi oder Ho Chi Minh.

5. Unterkünfte

Da Can Tho das wichtigste Reiseziel im Mekong Delta ist, finden sich hier für jeden Geldbeutel die passenden Unterkünfte. Neben einfachen Gästehäuser gibt es hier auch einige Luxushotel für gehobene Ansprüche.

6. Restaurants & Bars

In Can Tho findest du neben der typischen vietnamesischen Küche auch europäisches Essen. Es ist nicht nur preiswert sondern auch richtig lecker. Besonders beliebt in dieser Gegend ist gebratene Schlange mit Pilzen. Aber auch gebratener Frosch mit Chili oder gegrillte Vögel.

Fisch

Direkt am Fluss befinden sich Zahlreiche Restaurants in denen du leckeres Essen finden kannst. Wir aßen dort zu Abend. Es gibt dort sehr leckeren frittierten Fisch. Zum Abschluss des Tages kannst du noch einen Ausflug an den Bo Ho-Weiher machen. Hier findest du nette Cafes und Restaurants. Dort wirst du kaum Touristen finden.

7. Wie viel Zeit

Wir verbrachten in Can Tho lediglich eine Nacht. Da wir hauptsächlich wegen der Mekong Delta Tour mit Linh hierher kamen. Für uns haben diese zwei Tage ausgereicht. Wenn du allerdings mehr von dieser Gegend sehen willst empfehlen wir dir drei oder vier Tage. Du kommst in weniger Stress, und kannst dir auch die Umgebung von Can Tho anschauen.

8. Reisezeit

Im Sommer ist im Mekong Delta Regenzeit. Um diese Zeit gibt es teilweise erfrischende Regenfälle am Nachmittag, aber auch Tagelanger Dauerregen. Die Hauptreisezeit ist in der Trockenzeit von Oktober bis April. Allerdings schlägt sich das auf die Preise nieder. Auch triffst du während dieser Zeit auf die meisten Touristen.

Du warst auch schon mal in Can Tho? Dann erzähle uns doch von deinen Erfahrungen.


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