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2 aufregende Nächte in Hanoi

| Reisen

Schildkrötentempel

Hanoi ist mit 7 Millionen Einwohner die zweit größte Stadt (nach Ho Chi Minh City) in Vietnam. Aber dennoch ist sie die Hauptstadt. Und das auch obwohl Südvietnam wirtschaftlich stärker ist als Nordvietnam. Seit über 2 Jahrtausende ist Hanoi der Mittelpunkt des Viet-Volkes. Sie ist nachweislich die älteste Hauptstadt Südostasiens, belegt wird dies mit der Zitadelle Thang Long (heute ein UNESCO Weltkulturerbe) die im Jahre 1010 errichtet wurde. Hanoi liegt in einer Flussbiegung am Roten Fluss. Und das bedeutet auch der Name, „in der Flussbiegung“. Früher hieß Hanoi einmal Thang long was „aufsteigender Drache bedeutet“. Ein schönerer Name wie ich finde.

Der Rote Fluss

Hanoi ist so, wie wir Europäer uns eine Asiatische Großstadt vorstellen, das Vollendete Durcheinander. Schon unsere Fahrt vom Flughafen in die Altstadt ist der Beweis dafür. Wilde Überholmanöver unseres Taxifahrers und willkürliche Spurwechsel brachten uns ganz schön ins Schwitzen. Wenn du so wie wir auch mit dem Taxi in die Innenstadt fahren willst darfst du auf keinen fall mit einem Schlepper innerhalb des Terminals mitgehen. Geh nach draußen zu dem offiziellen Taxistand (befindet sich wenn du rauskommst links). Dort kannst du mit Taxameter fahren oder einen Preis heraus handeln, der aber nicht mehr als 20$ sein sollte.

Auch einfache Dinge, wie das Überqueren einer Straße kann dich in Vietnam vor unerwarteten Probleme stellen. Ich vergleiche den Straßenverkehr hier wie fließend Wasser, wo ein kleiner spalt ist fließt der Verkehr hin. So ist es nicht einfach eine Straße zu überqueren, da es hier so gut wie keine Verkehrsampeln gibt. Die beste Lösung ist einfach, dass du losläufst, die Roller oder Mopeds fahren einfach um dich rum, solange du nicht unerwartet stehen bleibst klappt das Wunderbar. Den besten Ausblich auf das Verkehrsgewusel in Hanoi hast du vom Balkon des Highlands Coffee, gegenüber der Den Ngoc Son Pagode auf dem Hoan Kiem See.Verkehrschaos Hanoi

Unser Hotel lag im Zentrum von Hanoi, nicht weit weg vom Hoan Kiem See. Dort ist das Zentrum der Stadt, und auch die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich dort. Auf dem See befindet sich der Dreistöckige Schildkröten-Pavillon, das Wahrzeichen der Stadt. Innerhalb des Sees soll noch immer einer von nur noch 4 lebenden Exemplaren einer Weichpanzer-Schildkröten leben (denen auch der Pavillion gewidmet ist). Du kannst allerdings ein konserviertes Exemplar dieser Schildkröten in der Den Ngoc Son Pagode sehen. Diese ist über die rote, 1875 gebaute The Huc Brücke zu erreichen. Am Ufer neben der Brücke siehst du noch den Thap But, den Schreibpinsel-Turm, der der Literatur gewidmet ist.Die Huc-Brücke in Hanoi

Wenn du genügend Zeit hast, kannst du auch das Kathedralen-Viertel besuchen. Dieses befindet sich westlich, nicht weit vom See entfernt. Das Wahrzeichen diesen Viertels ist die St. Joseph Kathedrale. Sie wurde im Jahr 1883 errichtet (für ihren Bau wurde die buddhistische Bau Thien Pagode abgerissen) und ähnelt ihrer Architektur ein bisschen Notre Dame in Paris. Hier ist es im Allgemeinen weniger Chaotisch als in der Altstadt, und die Hotels und Restaurants hier sind ein bisschen schicker und mehr westlich ausgerichtet. Sehenswert sind hier auch die Ba Da Pagode, die „Pagode der steinernen Frau“. Sowie die Ly Quoc Su Pagode , die dem Mönch Minh Khong gewidmet ist.St. Joseph Kathedrale

Wenn du es noch ein bisschen exklusiver und luxuriöser willst musst du noch ein Stückchen weiter südlicher ins Französische-Viertel. Dieses Gebiet erhielten die Franzosen 1874 von vietnamesischen Herrscherhaus. Am Ende der Hauptstraße, der Tran Tien, liegt das berühmte Opernhaus von Hanoi. Auch diese hat große Ähnlichkeit mit der Garnier-Oper in Paris. Diese Hauptstraße ist die Flaniermeile von Hanoi, unzählige Kaufhäuser, Restaurants, Cafes und Hotels gibt es dort. Unter anderem auch das Hilton Hanoi Opera, das direkt neben der Oper steht. Sehen kannst du hier auch einiges, wenn du dich für die Geschichte Vietnams interessiert ist das Geschichtsmuseum und das Revolutionsmuseum zu empfehlen. Auch das Hoa Lo Gefängnis das Heute zum Teil zu den Hanoi Towers umgebaut wurde ist empfehlenswert. Hier kannst du einiges über die Härte des Französischen Strafvollzugs sehen. Auch in diesem Viertel kannst du Pagoden besuchen, hier bieten sich die Quan Su Pagode in der Nähe des Gefängnisses und die Quan Hoa Pagode auf dem Thien Quang See an.Hanoi Oper

Wir haben uns an unserem zweiten Tag richtung Westsee aufgemacht. Wir empfehlen dir zu laufen, wir sind mit einem Cyclo gefahren was auch nicht schneller ist als zu Fuß. Auf dem Westsee steh die Tran Quoc Pagode, die als die älteste Pagode in ganz Vietnam gilt. Sie wurde im Jahre 544 erbaut. Der Name der Pagode bedeutet „Nationale Verteidigung“. Sie ist ein wichtiges Symbol des vietnamesischen Buddhismus. Am auffälligsten ist der zwölfstöckige Turm mit Sitzenden Buddhas in den Nischen. Im Garten steht ein Bodhi Baum, der ein Ableger dessen Baum sein soll, unter dem Buddha die Erleuchtung fand. Auf unserem Rückweg, dieses Mal zu Fuß, kamen wir noch an Quan Thanh Pagode die berühmt für ihre 4 Meter hohe Wächtergeist Statue bekannt ist.Tran Quoc Pagode

Wenn du schon in dieser Ecke unterwegs bist kannst du auch noch den Literaturtempel, Die Alte Zitadelle und das Ho Chi Minh Mausoleum besuchen. Der Literaturtempel ist die älteste Universität in Hanoi, und auch der Bekannteste Tempel in ganz Vietnam. Hier kannst du, wenn du genügend Zeit hast, dich vom Großstadt Trubel Erholen, zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Du triffst hier viele Dichter, Maler und Zeichner die sich hier inspirieren lassen. Die Alte Zitadelle wurde 1890 zum größten Teil von den Franzosen zerstört. Heute befinden sich dort das Regierungsviertel, Ein Museum für Militärgeschichte und der Cot Co Flaggenturm der von einer Lenin Statue bewacht wird. Im Bereich der alten Zitadelle finden aktuell archäologische Grabungen statt deswegen kannst du diesen Bereich nicht allzu gut erkunden. Über das Ho Chi Minh Mausoleum kann ich leider nicht allzu viel schreiben da wir dort leider nicht waren, zwei Nächte sind ein bisschen kurz. Aber ich kann dir sagen was dich dort erwartet. Rund um das Mausoleum gibt es einen großen Botanischen Garten, und auch die wohn- und Arbeitsstätte Ho Chi Minhs gibt es zu Besuchen. Außerdem ist der Nachbau der Einsäulenpagode einen Besuch wert.Zitadelle Hanoi

Ein weiteres Highlight in Hanoi dass du unbedingt besuchen musst ist die Altstadt. Hier gibt es unzählige kleine Lädchen, Garküchen, Cafes und Bars. Die alten Handwerksstraßen sind sehr interessant. So gibt es eine Straße in der nur Kinderspielzeug verkauft wird. In einer anderen gibt es nur Metallerzeugnisse. Und in einer dritten gibt es nur Süßigkeiten. Mehr als 20 solcher Straßen gibt es in der Altstadt von Hanoi. Was ich dir unbedingt empfehlen kann ist die Straßenecke Hang Vai, Hang Dong. An dieser Ecke gibt es das in Nordvietnam so berühmte Bia Hoi. Bia Hoi ist ein frisch gebrautes, sehr leckeres Bier ohne Zusatzstoffe, das morgens gebraut, und ab Nachmittag verkauft wird bis es leer ist. Gerade an dieser oben genannten Ecke kann man allerlei Leute treffen. So war es bei uns. Wir trafen 3 Deutsche aus dem Raum Darmstadt, mit denen wir uns über unsere Reise austauschen konnten. Du triffst hier aber auch einheimische, meist betrunkene Herren, die dir ständig zuprosten und was zu essen anbieten.Altstadt HanoiErzähle uns von den Erfahrungen die du in Hanoi gemacht hast. Wir freuen uns über deinen Kommentar.


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2 Kommentare

Robert Emberger

Ich bin begeistert!

Gruß RE

AndreKatha

Das freut uns, danke schön.



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